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Autor Thema: Scientology ist ein Club für Pfosten  (Gelesen 134 mal)
Tomahawk
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« am: 30. November 2011, 23:18:34 »

Hallo.

Da mein Bruderchen wieder da ist und ein par Tage bleibt und ich das schon immer mal ausprobieren wollte, hab ich diese Scientology-Anfangs-Test-Geschichte mal mit gemacht. Das liegt daran, dass ich das meiste was eigentlich gruselig ist lustig, und was lustig ist gruselig finde. Naja, mein Selbstvertrauen ist manchmal ein bisschen zuuu ausgereift und ich bin überzeugte Unüberzeugte, also hab ich mir wenig Sorgen gemacht, dass die mich in irgendeiner weise beeindrucken könnten. Außerdem hat mein Bruder mir versprochen mir solange gegen den Kopf zu schnippen bis ich wieder auf dem üblichen Pfad der heidnischen Gottlosen wandle, sollte ich mich überzeugen lassen.  Ugly

Tja, dann hab ich das eben gemacht. Das war in so einer Art... Bierzelt auf einer großen Straße in einer großen Stadt, wie das eben so ist =P Und von innen sah es aus wie ein Bücherladen. Allerdings ein ziemlich langweiliger Bücherladen, da es dort nur ein Buch Namens "Grundlagen der Organisation" von diesem SciFi-Fuzzie Hubbard-schieß-mich-tot-Menschen gab.

Naja. Jedenfalls ging es dann mit diesem berüchtigten E-Meter los. Da kommt ein Psychomensch mit nervtötender möchtegernberühigender Erzählstimme und komischem dialekt, man nimmt 2 Metallzylinder an Kabeln in die Hand und der Typ erzählt einem erstmal was philosophisches über Freunde und das man Freunden helfen sollte und das man sich selbst helfen sollte und bla, es war nicht so spannend. Und dann hat er gesagt ich soll an verschiedene Situationen und Menschen in meinem Leben denken und je mehr der Zeiger an dem Teil ausschwingen tut, desto derber ist mein Leben für die Tonne. Ich hab viele schlimme Sachen erlebt, also hab ich das dann auch getan und es ist erstmal nichts passiert, bis auf ein par Zuckungen. Dann hab ich an meine AAAAAA[...]BF gedacht und dann ist es ausgeschlagen. Das heißt dann wohl ich mag meine Freundin nicht und so macht mich kaputt. :<

Dann sollte ich an den Tod denken und ich hab an Kekse gedacht, weil ich das meistens tu (höhö) und weil ich mal sehen wollte, ob das wirklich irgendwas negatives misst. Jedenfalls ist es dann wieder ausgeschlagen und... ich hab dem dann auch gesagt, dass das eigentlich nichts zu sagen hat. Und das ich doch mir selbst vorgeben sollte was ich denke, damit ich sehe was wirklich den Zeiger zum zeigern bringt und was nicht. Jedenfalls hat er mich dann wieder zu gelabert und dann wars vorbei.

Anschließend sollte ich noch einen 2-Seiten-Fragebogen ausfüllen in dem so Sachen standen wie "Denken Sie sie sind ein guter Mensch?" oder "Sind sie gelassen wenn ihnen Unrecht angetan wurde?" oder "Denken Sie Sie können sich auf ihre Freunde verlassen?". Da konnte man entweder Ja, Nein, oder Mitteldingens ankreuzen.     

Ja und anschließend hab ich das abgegeben und dann hab ich nach etwa 5 bis 10 Minuten von einer Frau die "Auswertung" bekommen. Heraus kam dann, dass ich viele unterdrückte Ängste habe und dass ich viel zu viel gebe und dadurch ausgelaugt bin und dass ich keine anständige Liebesbeziehung aufbauen kann (was gut für mich ist, wie ihr vielleicht schon wisst) und dass ich meine Freunde verlieren könnte wenn ich so weiter mache. Insbesondere natürlich meine oben genannte AAAAA[...]BF (oh mein Gott, ein A weniger - so fängts an :<). Und... ja... jedenfalls gehts mir sehr schlecht und ich muss mir helfen und helfen lassen weil ich sonst alle unglücklich mache und als verbittertes, insich gekehrtes Wesen am Armentuch ersticken werde (ausgeschmückt xD).

Und der Hammer kommt noch, denn dann wollten die mir dieses Buch andrehen, das ich oben genannt habe. Uuuuund es war nicht mal kostenlos. Am Anfang hats 9,99 (oder so) gekostet und am Ende nur noch 5 (irgendwie wie ein tunesischer Teppich) aaaber ich unterstütze keine Sekten bei denen die betriebseigene Bibel nicht kostenlos ist >.< Damit war der Hase abgeschossen und mein plötzlicher unglaublicher Drang umbedingt Scientololologoloistin zu werden dahin.

Anschließend hat die Frau mir eine Visitenkarte mit Telefonnummern und ein par Broschuren gegeben, ich hab ihr die Handynummer von einem Ruderbootsverleih am Bodensee gegeben, die ich noch auf einem Einkaufzettel stehen hatte, und alle waren glücklich.

Und dann bin ich gegangen.

Und mein Fazit:
Man kann diese Leute in 3 Arten Mensch unterteilen.
1. Die Rumsitzer
Die Rumsitzer sind die, die rumsitzen. Sie sind dafür da den Eindruck zu erwecken es wäre viel los. Aber sie werden von niemandem beachtet oder angesprochen. Eine unterart der Rumsitzer sind übrigens die Rumlaufer.

2. Die pädophilen Pulloverträger
Die pädophilen Pulloverträger sind die, die einen an diesem E-Meter zu labern und die irgendwie !unheimlich! gut drauf sind. Auf jedenfall will man ihnen nicht alleine im Dunkeln begegnen.

3. Die netten Anzugmenschen von Nebenan
Die netten Anzugmenschen von Nebenan sind die, die einem den Fragebogen erklären und ihn dann auswerten. Wenn niemand da ist, was meistens so ist, dann laufen sie durch die Gegend oder klicken an Computern rum.

Alles in allem ist Scientology nur etwas für psychisch volldebile, langweilige offene Hosen ohne Freunde und Sinn.  Das hat sich mir jedenfalls herausgestellt.
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Lynx
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« Antworten #1 am: 01. Dezember 2011, 00:15:31 »

Ehrlich gesagt wäre mir schon die Zeit zu schade dafür, aber danke für den netten Bericht. Das letztendliche Fazit war eigentlich das was wohl jeder erwarten würde. Ich frage mich nur wie das ist wenn man einmal drin ist. Ob man das mit den Zeugen oder den Hells Angels verlgeichen kann? Lächelnd Bei letzterem wird man vermutlich abgeknallt oder in Stücke zersägt. Stelle mir es bei den Scientologen nicht gerade sonderlich einfach vor einfach auszutreten...
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"Ich mache nie Voraussagen und werde es auch niemals tun!"
Tomahawk
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« Antworten #2 am: 01. Dezember 2011, 01:40:01 »

Naja das hat insgesamt nur um die 20 Minuten gedauert. Und man muss sich auch nicht hinsetzen. Ich hasse sitzen, das ist das dümmste auf der Welt, ich mag das niiiiicht >__<

Naja. Manche setzen sich das Ziel einen Baum im Leben zu Pflanzen und ich hatte eben das Ziel (oder zumindest das Vorhaben auf meiner Löffelliste) zu sehen wie der Mist läuft. Mein Vater kennt auch jemanden flüchtig der Probleme mit den Leuts hat oder hatte und ich wollte wissen ob der jenige einfach doof ist oder ob die wirklich so gut den Verstand verdrehen. Vielleicht ist das bei mir aber auch einfach schon von anfang an so dermaßen verdreht gewesen, dass sies nicht mehr entdrehen und neuverdrehen konnten @_@

Ich kann mir schon vorstellen dass es eine sehr unheimliche Sache ist wenn man bei Scientology aussteigen will. Wie gesagt, die kamen mir von ihrem Verhalten her etc. so schon sehr seltsam vor. Aber für mich wäre das kein Problem weil ich niemals Geld für so einen Schmodder ausgeben würde.

Yay, lasst uns nach draußen gehen und Videospiele zocken.  Ugly
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2011, 01:42:10 von Tomahawk » Gespeichert


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