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Autor Thema: Lynx - Der Anfang vom Ende  (Gelesen 1808 mal)
Lynx
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« am: 20. August 2009, 09:59:07 »

Ich versuch's mal.

Der Anfang vom Ende

Der Tag beginnt wie immer. Lynx, Sohn von James und seiner verstorbenen Mutter Catherine, wacht auf und wird von seinem Vater beobachtet. James, vom Beruf aus Wissenschaftler und Aushilfsarzt, sieht wie Lynx jeden Morgen immer und immer wieder dieselben Rituale in seinem dunklem Zimmer der Vault durchführt. Aufbeugen, Decke beiseite legen, waschen, Zähne putzen, erst einmal ohne Wasser im Mund, dann mit, erst kreisförmig von rechts, dann von links, immer und immer wieder. Darauf zieht Lynx sich an und achtet darauf erst den linken Schuh anzuziehen bis er darauf sein steriles Zimmer verlässt und ihm nicht mal ein gähnendens "Morgen" über die Zunge gleitet. James liebt zwar seinen Sohn, aber er hat doch etwas sehr eigenwilliges an sich...

Der Tag läuft ab wie die unzähligen Vergangenen auch. Lynx redet extrem wenig und hört auch ungern zu. Wenn man ihn darauf anspricht geht er wortlos, fässt man ihn an bereut man es Sekunden später. Vaultbewohner, die zu James kommen, haben oft Beschwerden, die nach 'ner Reiberei mit dem eigenen Sohn folgen. So oft James seinen Sohn ermahnt, er hört einfach nicht auf und irgendwie kann James es auch verstehen. Das Essen ist Mist. Jeden Tag bekommt man denselben Brei aufgetischt...Jeden Tag...Die Gänge der Vault sind kalt und steril, die Luft trocken, das Licht grell, die Wände gräulich. Dann ist da noch der sogenannte Aufseher. Er soll die Vault bewachen und kontrollieren, leider tut er das etwas in höchst autoritärer Form und es kommt einen vor als befinde man sich in einer Tyrannei. Das hier schlechte Laune ensteht ist sicherlich nachvollziehbar, aber James glaubt nicht, dass es die drückende Umgebung ist, die Lynx so "launisch" macht. Gänsehaut erhebt sich unter James Körperbehaarung wenn er sieht wie Lynx ein leichtes Grinsen in seinem Gesicht malt sobald er jemanden ernsthaft verletzt. Gestern hatte er Amata, eine Freundin, die ihn unnachvollziehbarerweise mag und Tochter des Aufsehers, zwei Finger gebrochen. Amata sagte, dass es während einer spaßigen Rauferei passiert ist, aber es war klar, dass sie versucht Lynx zu schützen. Amata ist im Gegensatz zu ihrem Vater ein echt netter und umgänglicher Mensch und James ist froh so eine Person in Lynx' Nähe zu haben, aber verstehen wird er sie trotzdem nicht, auch wenn er noch so lange nachgrübelt. "Wissenschaft geht nun aber vor", denkt sich James und verdrängt damit unbewusst oder bewusst das Handeln seines Sohnes. Er liebt seinen Sohn, aber er hat doch etwas eigenwilliges an sich...

Lynx wacht mit einem lautem Klang im Ohr auf: "Alarm?!?" In dem Moment stürmt Amata in den Raum. Im Halbschlaf befindend erkennt Lynx Amatas Angst und sieht, dass sie schnell und schwer zu atmen scheint. "Dein Vater...du musst verschwinden!", säufzt Amata ringend nach Luft, "Dein Vater ist aus der Vault ausgebrochen und ich glaube mein Vater und dessen Leute wollen dich! Egal ob lebendig oder nicht!" Lynx schaut recht überrascht und lässt seine Rituale zum ersten Mal links liegen. "Die wollen mich umlegen? Versuchen können sie's ja, aber ich werde mich sicherlich wehren...", sagt Lynx in der für die Situation sehr ruhigen Stimme. Amata findet keine Worte. Lynx scheint den Moment zu genießen oder als würde er schon ewig darauf vorbereitet sein. "Nimm diese Pistole. Ich hoffe zwar, dass du sie nicht benutzt, aber...", "Die kann ich gebrauchen", unterbricht Lynx Amata und reißt ihr die Waffe aus den Händen. Amata verlässt kopfschüttelnd Lynx' Zimmer während er aus seinem Kleiderschrank einige Klamotten zerrte, die er aus alten Stoff- und Metallfetzen zusammegenäht und repariert hat. Die Kleidung ist dunkel und liegt an. Sie bietet ordentlichen Schutz und schränkt die Bewegungsfreiheit kaum ein.

Nach den ersten Schritten aus seinem Zimmer erkennt Lynx die erste Wache im Blickwinkel. Noch bevor die Wache ihren Mund öffnen konnte schlagen 3 Kugeln in den Kopf ein und verletzten die Wache tödlich. Es scheint so als hätte Lynx nie etwas anderes gemacht. Lächelnd beugt er sich über die Wache und sucht vergeblich nach Munition. Der Aufseher meldet sich über die Lautsprecher und bittet alle Bewohner der Vault in ihre Zimmer zu gehen. Lynx ist das ganz recht. Wenigstens pöbelt ihn keiner auf seinem Vormarsch an. Zwei Vaultbewohner scheinen noch nicht auf ihren Quatieren zu sein und Lynx sieht wie sie auf zwei Wachen zurennen. 4 Schüsse fallen und Blut spritzt durch die Gänge. Lynx wagt einen Blick um die Ecke und erkennt die zwei toten Bewohner und die zwei schießwütigen Wachen ehe mehrer Kugeln auf Lynx einhageln. "Rückzug!", ruft Lynx, geht aber nur einige Meter zurück und zielt auf die Ecke zum Gang der Wachen. Er hört die Schritte der Wachen auf sich zukommen. "Leichtes Spiel...", murmelt Lynx als er der ersten chancenlosen Wache eine Kugel in den Schädel rammt als sie um die Ecke stürmt. Die zweite Wache dreht um und will flüchten. Lynx sieht potenzielle Munitionsreserve weglaufen und schießt der zweiten Wache in's Bein. Beim Hinfallen verliert diese ihre Waffe und fleht Lynx an ihm am Leben zu lassen. Lynx geht wieder zurück und verschwindet um die Ecke. Die Wache scheint beruhigt, aber nach wenigen Sekunden erscheint Lynx erneut. In der Hand haltend den Polizeiknüppel des erschossenen Kameradens der auf dem Boden liegenden, fast bewusstlosen Wache. "Neei...!", was die Wache noch von sich gibt wird mit gewaltvollen eindreschen Lynx' in Stille gehüllt.

Nun ist der Weg frei. Lynx weiß, dass er durch das Büro des Aufsehers und zu dessem Terminal muss um zum Ausgang der Vault zu kommen, aber dann sieht er durch das Fenster eines Zimmers Amata sitzend und verhört auf einem Stuhl. Als Peiniger dienen hier eine weitere Wache und Amatas eigener Vater. Da er sowieso das Kennwort für das Terminal des Aufsehers benötigt um den Ausgang aufzuschließen kommt Lynx das eigentlich ganz recht. Er unterbricht das Verhör mit zwei Schüßen in den Rücken der Wache. Amata flieht und der Aufseher und Lynx stehen sich gegenüber. Alles scheint still zu werden. Das trockene Schlucken des Aufsehers ist nicht zu überhören. "Passwort für das Terminal! Jetzt!", befiehlt Lynx. Der Aufseher versucht seine Angst nicht zu zeigen und sagte, dass er die Vault schützen müsse und widersetzt sich dem Befehl bis ein "Falsch!" in Kombination mit einem Schuss aus der Pistole die Wand blutrot färbt. "Das ich kein zweites Mal frage müsste man mittlerweile eigentlich wissen!" Das Passwort scheint verloren, aber Lynx hat wenigstens den Büroschlüssel zum Zimmer des Aufsehers.

Angekommen im Zimmer durchsucht er das Büro. Im Spint des Aufsehers befindet sich glücklicherweise ein Holoband mit der Aufzeichnung des Passworts "Amata" zwischen einigen alten Büchern und staubigen Klebezetteln. Auf dem Terminal, das nun einfach zu knacken war, wird auch eine Stadt erwähnt. "Megaton...", murmelt Lynx. Sie scheint in der Nähe der Vault zu sein. Mit weiteren Eingaben auf der Tastatur öffnet sich nun ein Gang zum Ausgang der Vault. Dort öffnet Lynx das Tor und verschwindet aus der Vault.

Draußen angekommen blendet ihn das Licht. "Das ist also die Sonne und der Wind...fühlt sich gut an...", murmelt Lynx als er sich die Augen reibt. Der Wind pfeift an ihm vorbei und in der Blickrichtung liegt Lynx' neues Ziel: Megaton.

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Lynx' Aussehen (Gut die M4A1 wird erst später gefunden)
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Ist so mein erster Versuch und würde mich über Kommentare und Kritiken freuen Smiley
« Letzte Änderung: 09. September 2009, 08:45:13 von Lynx » Gespeichert

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Huebi
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« Antworten #1 am: 20. August 2009, 11:30:26 »

Coole Geschichte.Hat mich richtig gefesselt Grinsend
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Nachtmensch
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« Antworten #2 am: 20. August 2009, 18:44:36 »

Hallo Lynx!

Sehr, sehr schöner Stil, keine Frage.
Spannung gut aufgebaut, jede Menge ausschmückende Stilelemente, aber auch nicht zu viel, sodaß die Geschichte kurzweilig zum Lesen bleibt. Und auch 'ne tolle Idee, im Gegenwartserzählstil zu arbeiten.
Empfehlen kann ich auch Dir: Laß Dir ruhig Zeit. Überarbeite Deine Texte ruhig ein paar mal öfter, man hat immer wieder noch bessere Ideen.

Zum Negativen: Dir passieren gelegentlich klassische Zeitfehler, Du kippst also von der Gegenwartsform in die Vergangenheit und wieder zurück, was den Erzählfluß stellenweise etwas verwirrend macht. Wenn Du solche Kleinigkeiten noch ausbessert beim Korrekturlesen hat das aber schon richtig Klasse!
« Letzte Änderung: 20. August 2009, 18:57:27 von Nachtmensch » Gespeichert
Reverend
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« Antworten #3 am: 20. August 2009, 21:06:25 »

Ich kann mich BEIDEN Vorredner nur anschließen.

Spannender Story aufbau und eigentlich auch eine gute Erzählweise.
Deine Fehler denke ich, die Nachtmensch aufgesagt hatte, wirst du mit Übung auch sicherlich unterbinden.
Von daher freue ich mich auf weitere Teile... ^^
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Lynx
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« Antworten #4 am: 21. August 2009, 06:44:11 »

Hey danke Leute...das mit den Zeitfehlern ist mir noch nicht aufgefallen  Ugly Habe ich überhaupt nicht bemerkt Zunge Da muss ich bei Gelegenheit noch mal rübergucken.

Edit: So hab die Zeit mal angepasst. Müsste so stimmen eigentlich...
« Letzte Änderung: 21. August 2009, 08:50:44 von Lynx » Gespeichert

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Eraser
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« Antworten #5 am: 21. August 2009, 10:36:03 »

Wirklich schöne Geschichte. Bin mal gespannt was Lynx im Ödland so anstellen wird.
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« Antworten #6 am: 27. August 2009, 08:50:57 »

Der Weg nach Megaton

Die Dämmerung beginnt auf Lynx' Gang in Richtung Megaton, dass er sich schon anstrengen muss den Horizont im Blick zu behalten. Megaton ist in Sichweite, aber der Weg ist etwas felsig, steinig und sehr staubig. Die Straßen, die Lynx' kreuzt, sind nicht mehr befahrbar. Der Asphalt vollkommen zersplittet und extrem poröse. Von diversen Brücken, die Lynx unterläuft, sind nur einige Betonklötze übrig und an einigen Stellen rieselt faserförmiges Asbest runter. Lynx lässt sich Zeit auf seinen Weg. Er hat keine Eile...Er hat ja nicht mal ein wirkliches Ziel... "Mal sehen was in Megaton so los ist", denkt sich Lynx...

Nachdenklich auf dem Boden schauend nimmt er plötzlich ein Geräusch war. Er kennt diese Laute. Das ist Klang, der ertönt, wenn jemand eine Waffe aus dem Halfter zieht. "Es kommt von rechts", denkt sich Lynx und nimmt die Beine in die Hand um zu einer naheliegenden Deckung zu kommen. Erste Schüsse prasseln auf Lynx und schlagen in einem Felsen hinter ihm ein. Mit einem Hechtsprung rettet Lynx sich hinter einem Geröllhaufen. Lynx ist festgenagelt und ahnt nicht mal von wo genau die Patronen auf ihn einhageln. Die Schüsse scheinen fast die großen granitartigen Steine vor ihm zu zerschmettern bis ein dreifaches "Klack!" zu erlauschen ist. Ihm ist bewusst, dass es das Magazin des wahnsinnigen "Kunstschützen" war, die gerade aufgebraucht wurde und das klacken lässt sich einfacher orten als die Schüsse selber. "Jetzt oder nie!", denkt sich Lynx als er mit einer 90°-Drehung den Schussarm des Unbekannten befeuert. Der Unbekannte schreit vor Schmerzen und Lynx rennt auf ihn zu. Ehe der Unbekannte weiß was geschieht trifft auch schon Lynx' Ellenbogen mit voller Wucht auf das Nasenbein des Verwundeten und reisst ihn aus seinem derzeitigen Bewusstseinszustand.

Lynx schaut sich den bewusstlosen Körper an. Er trägt eine dunkle Kampfrüstung mit einer Klaue als Wappen oder Symbol sowie eine M4 Karabiner, ein Trennmesser, Splittergranaten und 4 Splitterminen bei sich. "Das kann ich gebrauchen", murmelt Lynx und nimmt sich die Waffen. "Das Trennmesser benötige ich sonst zwar nicht, aber ich glaube ich sollte das mal ausprobieren...", denkt er sich und fährt mit seiner Zunge über die Lippen bevor er erneut zum bewusstlosen Körper des Besitzers schaut.

Einige Stunden verstreichen ehe der Unbekannte wieder zu sich kommt. Überkopf an einem Baum befestigten Seil hängend will der Unbekannte nach seiner Waffe greifen und realisiert neben der Tatsache, dass sein Gewehr nicht im Halfter steckt ein viel monumentaleres Problem. Seine Hände sind auch nicht mehr an dem Platz wo sie sein sollten, denn Sie wurden amputiert. "Eine schöne Waffe hast du. Eine schallgedämpfte M4 Karabiner. Liegt gut in den Händen!", werfen die Worte von Lynx den Unbekannten wieder vollkommen in die Realität. "Du Schwein! Was hast du mit mir gemacht!?!", brüllt der baumelnde Handlose mit hysterischer Stimme. Lynx gibt lachende Laute von sich. "Ich glaube kaum, dass du gerade in der Position bist Fragen zu stellen! Also...wer bist du und was wolltest du von mir?", fordert Lynx eine Antwort. Der Unbekannte bleibt stumm und dreht seinen Kopf zur Seite. Mit einem "Alles klar!" justiert Lynx den Kopf des Umbekannten und schlägt mit der Faust auf's Kiefer des Schweigenden. Er schreit auf und verschluckt dabei einige rausgeschlagene Zähne. "Ok! Ok! Aufhören!", ertönt zwischen den blutig blubbernden Lippen. Seine Armstümpfe rudern wie wild in der Luft. "Ich wusste, dass du vernünftig bist!", sagte Lynx als er langsam zurück geht und sich auf einen größeren Stein setzt.

"Ich...", der Unbekannte musste unterbrechen um das Blut in seinem Mundraum auszuspucken. "Ich bin Steve. Ich bin ein Söldner der Talon Company. Wir erledigen Auträge jeder Art für ein gewisses Entgelt...", "Dein Auftrag ist es mich zu töten?", unterbricht Lynx. "Nein! Ich bin auf der Suche nach einen Raven, der sich in DC rumtreiben soll! Ich...", "Und wieso schießt du auf mich? Das hier ist nicht die Stadt!", stört Lynx wieder den Redefluss des Söldners. "Unser Anführer, Commander Jabsco, mag es wenn wir einige Sachen wie Muniton oder ähnliches mitbringen. Deswege greifen wir auch Leute an, die nicht direkt auf unserer To-Do-Liste stehen.", gibt der Söldner von sich ehe Lynx weitere Fragen stellt: "Dieser Raven...warum musst du ihn umlegen und was bekommt so ein Vollblutmunitionsverschwender wie du für seinen Kopf?" Steve überlegt nicht lange: "Den Grund kenne ich nicht. Die Aufträge kommen erst zu Jabcso. Er gibt uns Infos zu Person, zu dem Ort und zu seiner Gefährlichkeit sowie sein Kopfgeld. Gründe werden meist nicht angeben und auch nicht von wem der Auftrag kommt! Auf Ravens Kopf sind derzeit 1000 Kronkorken ausgesetzt", "Gut...", antwortet Lynx. "Du lässt mich am Leben?", bettelt der handlose und am Baum hängende Söldner. "Ja, das tue ich...das tue ich", wendet sich Lynx ab und geht seinen Weg. Erst jetzt erkennt der Söldner seine blöde Situation. Er kann sich nicht losbinden ohne Finger und er hat keine Waffen sich zu wehren. "DU MIESER BASTARD!", wirft der dem Tode Verurteilte Lynx hinterher, während Lynx lachend das Gebiet verlässt.

Die Sonne erhebt sich langsam am Horizont und die ersten Maulwurfsratten, mutierte Nagetiere des Ödlands, suchen ihre Beute am frühen Morgen. Bis auf diesen Söldner, der wohl seine letzten Minuten zählen dürfte, trifft Lynx auf seinem Pfad niemanden mehr. Nun ist er angekommen. Nich mal mehr 100 Meter weiter steht Megaton.
« Letzte Änderung: 27. August 2009, 14:54:55 von Lynx » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 10. September 2009, 08:44:48 »

Stadtleben

Lynx steht vor einem fast zerfallenen Metallhaufen ehe eine aufwändige Konstruktion das Tor öffnet. 20 Schritte später wird er von einem dunkelhäutigen Mann angesprochen, der aussieht wie ein Scherriff aus vergangenen Westerntagen. Der Scherriff mustert Lynx bis ihm ein „Willkommen in Megaton. Mein Name ist Lucas Simms. Machen Sie keinen Ärger, dann kommen wir klar“, über die Lippen kommt. Lynx schaut sich um und antwortet: „Das ist eine Stadt? Das besteht hier doch nur aus zerbeultem Blech und festgetretener Hundescheiße!“ Simms hebt leicht sein Sturmgewehr an: „Wenn Sie wieder in einem Stück nach draußen wollen würde ich nicht solche Töne spucken!“ Ahnend, dass ein Heckenschütze über ihm ihn im Visier hat gibt sich Lynx mit einem „Schon in Ordnung! Ich mache nur Witze!“, den Wortgefecht geschlagen und schaut sich etwas in der Stadt um.

In der Mitte der Stadt befindet sich eine nicht detonierte Atombombe und einige Verrückte scheinen sie auch noch anzubeten. Ansonsten hat die Stadt aber alles was man zum Überleben braucht. Eine halbwegs gute Wasserquelle, einen Arzt, ein Restaurant, eine Kneipe und einen Waffen- und Rüstungshändler. Auch wenn es ziemlich dreckig ist scheinen sich die Leute wohl zu fühlen. Die Luft ist etwas staubig und trocken. Lynx steuert als erstes die Kneipe an…

Dort angekommen findet er sich in einem verrauchten Raum wieder. Das Licht gelangt kaum hindurch und die Luft ist sehr dick. Ein Radio läuft nebenher. Lynx sieht einige Stadtbewohner, die er weitestgehend missachtet und einen ziemlich tot aussehenden Mann, dessen Erscheinungsbild vermuten lässt als hätte er erst heute Morgen lichterloh gebrannt. „Sag mal…gehört das so?“, spricht Lynx ihn drauf an. Der vermeintlich Verbrannte, der sich übrigens Gob nennt, guckt überrascht: „Was gehört so? Ich? Mein Aussehen?!“ Lynx nickt. „Noch nie etwas von Ghulen gehört?“ Lynx verneint die Frage und denkt sich, dass es wohl an der etwas stärkeren  Strahlung liegt. Gob fährt fort und erzählt ein bisschen etwas über Ghule, aber Lynx’ Konzentration geht flöten und so wendet er sich ab und setzt sich auf einen Barhocker und bestellt sich ein Bier. „Sie kommen nicht von hier, richtig?“, spricht ihn der Sitznachbar an. „Du bist ja ein Fuchs!“, sagte Lynx ironisch und der Fremde fährt fort: „Ich bin Billy Creel! Ich war früher mit Karawanen unterwegs und kenne mich bisschen im Ödland aus. Kann also mitreden wenn Sie jemanden zum Tratschen brauchen. Wie heißen Sie?“, „Wo genau warst du draußen unterwegs?“, fragt Lynx bewusst ohne seinen Namen zu nennen. Die Stunden verstreichen und Billy Creel erwähnte etwas über Supermutanten, die relativ dumm, aber stark sein sollen und sehr gefährlich, über riesige Skorpione und Ameisen, über verwirrte Roboter und über Raider und Söldner der Talon-Company, die wie die Bekloppten alle über den Haufen schießen wollen. Ein Kumpel von Billy erwähnte noch, dass die sogenannte Enklave, so was wie die neue „Regierung“ Amerikas, alle retten würde und und und. Lynx hatte mühe nicht einzuschlafen und verhält sich sichtbar desinteressiert bis Creel etwas über die Ruinen von DC und dem Kapitol erzählt: „DC allgemein ist Kriegsgebiet, aber um das Kapitol kämpfen schon seit geraumer Zeit Talon Söldner, Supermutanten und manchmal auch Leute der „Stählernden Bruderschaft“, die angeblich den „Guten Kampf“ kämpfen und sich für die Leute im Ödland einsetzen.“ Lynx wendet sich wieder zu Creel: „Also ist da etwas zu holen? Ich meine dort muss es etwas Besonderes geben wenn sich alle drum prügeln!“ Billy Creel nickte: „Wahrscheinlich!“

Weitere Stunden und in Staub eingehüllte Bierflaschen verstreichen und der Besitzer, ein grauhaariger Mann dessen Namen Lynx wieder vergessen hat, ist mit Lynx selbst der einzige, der noch in der Kneipe ist. „Nun, ich möchte gerne abschließen!“ Lynx steht mit einem „Kein Problem!“ auf und geht ohne eine Mine zu zeigen zur Tür. „Bezahlung?!“, schreit der Besitzer hinterher bis Lynx anfängt zu lachen: „Ich habe deine Pistole und die Schlüssel!“ Lynx geht raus und schließt die Tür von außen ab während der Besitzer in seinen Taschen kramt und nun eingesperrt das Gebäude nicht verlassen kann. „Gib mir sofort meine Sachen zurück du Idiot!“, hört Lynx noch als er sich von der Kneipentür abwendet.

Draußen ist es Stockduster, einige Krähen krähen was das Zeug hält und in der Ferne hört man den Wind durch das Metallgeäst pfeifen. „Das Kapitol sollte ich mir mal etwas genauer anschauen“, denkt sich Lynx, bleibt aber kurz vor dem Rüstungs- und Waffenladen stehen. „Ein wenig Extramunition wäre nicht übel!“, murmelt Lynx während er sich am Türschloss zu schaffen macht. Im Haus eingebrochen entdeckt Lynx niemanden, der ihn aufhalten könnte. Schnell kramt er ein paar Granaten, Minen und etwas Munition für seine M4 Karabiner zusammen und verlässt schnell das Gebäude.

Außerhalb sieht er wie der Besitzer der Kneipe gerade seine eigene Tür einrennt und nach Hilfe ruft. Einige Scheinwerfer gehen an, glücklicherweise erfasst kein Lichtkegel Lynx, dessen erster Blick zum Tor geht: „Das Tor ist noch auf!“, erkennt Lynx seine Chance und springt über das Metallgeländer. Im Sprint erreicht er das Tor während der Scherriff aus seinem Hause tritt und anfängt auf Lynx zu feuern. Lynx ist dank seiner dunklen Kleidung schwer zu erkennen und er legt noch eine Splittermine am Ausgang der Stadt. „Mist! Der Heckenschütze!“, erinnert sich Lynx und schaut nach oben Richtung Stadteingang. Sechs trockene Schüsse, die nicht in Metall einschlagen, sondern die Blutbahn eines Lebewesens durchkreuzen, holen den Heckenschützen vom Tor herunter. Lynx sprintet weiter in die Dunkelheit Richtung DC bis er außer Reichweite ist. Eine dumpfe Explosion kann Lynx noch erlauschen als er sich an einem Felsen niederlässt um etwas zu Luft zu kommen…
« Letzte Änderung: 10. September 2009, 10:16:35 von Lynx » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 17. September 2009, 11:19:09 »

Harter Kampf

Lynx versucht ruhig zu atmen und blickt kurz zurück. Ein schmerzhafter Schrei ist wahrzunehmen. Kein Wunder. Derjenige, der über die Mine rannte, dürfte nun keine Beine mehr haben. Zumindest sollte derjenige nicht mehr in den Zustand sein um sich fortzubewegen. Lynx steht auf, stöhnt kurz und geht mehrere Schritte Richtung Westen, wo DC liegt. Nach einigen Minuten fängt es in der Dunkelheit an zu regnen. Lynx streckt seine Hand raus. Er kennt dieses Gefühl nicht. Das Gefühl, dass man hat, wenn Regentropfen auf einen niederprasseln. „Fühlt sich besser an als Patronenkugeln“, denkt sich Lynx während er sich Unterschlupf  unter einer niedrigen Potomac-Brücke sucht.

Der Morgen graut. Lynx hat in der Nacht kein Auge zugemacht. Ständig die Umgebung im Visier und während der Schauer war es schwer möglich Schritte oder ähnliches zu erorten. Der Niederschlag lässt nach. Es ist ein wenig nebelig. Lynx wagt die ersten Schritte auf den gepflasterten Straßen von DC.

Plötzlich erfasst Lynx eine seltsame Bewegung vor ihm im Nebel. Lynx bleibt stehen und lauscht in das Unerkennbare vor ihm. „Hört sich an, als ob jemand plump auf nackten, fetten Füßen umherstolziert.“, denkt sich Lynx gerade, als die Geräusche zu verschwinden scheinen. Lynx steht immer noch wie angewurzelt auf der Stelle. Eine Mischung aus Angst, was er niemals zugeben würde, und extreme Neugier überkommt ihn. Aus dem Nichts kommt eine schleimige Kugel auf Lynx zu und trifft ihn an der Schulter. Lynx erschreckt und spürt ein heftiges Brennen an seiner rechten Schulter. Schnell sucht Lynx Deckung hinter einem Betonpfeiler und versucht die ätzende Masse abzuwischen. Er staubt seinen Handschuh am Dreck des Bodens ein und versucht damit das Zähflüssige von seinem Körper zu bekommen. Die Schmerzen lassen etwas nach und Lynx hört wieder eine Bewegung. Er zielt in Richtung der Geräusche und erkennt nun die erste Silhouette im Nebel. Die Schritte des Lebewesens vor ihm werden schneller und Lynx feuert auf den Schattenriss bis ein blubberndes Geräusch ertönt. Der Körper vor ihm scheint nun leblos zu sein.

„Was war das?“, denkt sich Lynx und geht auf den Körper zu. Die Leiche liegt mit dem Gesicht auf dem Boden, wenn man es so nennen will, und es hat sechs Gliedmaßen. Was Lynx allerdings seltsam vorkommt ist die Haut des „Tieres“. Sie wirkt so menschlich. Mit dem Lauf seiner Waffe dreht Lynx die Leiche um. „Oh mein Gott!“, sagt Lynx leise als er wenige Schritte rückwärts geht. „Was zum Teufel ist das?“, fügt er noch hinzu. Das Gesicht der toten Lebensform auf dem Boden ist sehr menschenartig. Aus dem Maul kommt eine riesige Zunge, die in drei Teile gespalten ist. Lynx hält sich die Hand vor dem Mund und muss sich zusammenreißen damit er sich nicht übergeben muss. Er schaut noch eine ganze Weile in das tote Gesicht. Mit etwas zitterigen Beinen geht Lynx einige weitere Schritte Richtung Innenstadt. Überlegend, ob der Weg zum Kapitol wirklich der richtige Schritt ist.

Ein weiblicher Hilfeschrei ist plötzlich zu vernehmen. Er kommt von links, wo Lynx eine ungekippten Lastwagen und ein Zelt sieht. Eine sehr grobe Stimme mit den Worten: „Sei still, Mensch!“, hüllt den Hilferuf wieder schnell in Stille. Lynx ahnt wieder böses, aber er kann es nicht lassen einen Blick in das Zelt zu werfen. Er schleicht sich um die Zeltwand rum und blickt kurz hinein. „Das ist wohl ein Supermutant“, denkt sich Lynx als er den großen, graugelben und sehr muskelbepackten Körper mit einem übergroßen Hammer in der Hand haltend sieht. Lynx wendet sich vom Zelt ab, legt in der Nähe des Ausgangs eine Splittermine und geht weitere Schritte vom Zelt weg. Eine halbvolle Dose mit unbekanntem Inhalt nutzt er um sie gegen die Zeltwand zu werfen. „Was ist da los?“, ist aus dem Zelt zu hören ehe Lynx stampfende Schritte wahrnehmen kann, die den Boden unter ihm zum vibrieren bringen. Der Supermutant kann Lynx sehen und rennt auf ihn zu. „Und Tschüß!“, ruft Lynx als der Mutant über die Mine rennt. Eine laute Explosion verstaubt die Luft, dass man seine eigene Hand vor Augen nicht sehen kann. Lynx freches Grinsen schwindet eine Sekunde später. Das Trampeln des Ungetüms, welches Lynx eigentlich missen wollte, ist weiterhin zu hören bis direkt vor ihm ausholend der Supermutant steht und dessen Hammer mit voller Wucht auf Lynx Brustkorb trifft. Die Wucht des Hiebes wirft Lynx gegen den LKW. Er muss sich konzentrieren nicht das Bewusstsein zu verlieren. Das würde sein Tod bedeuten. Das Ungetüm geht auf Lynx zu und holt erneut mit dem Hammer aus. Lynx erkennt, als er fast seine Hoffnung aufgeben will, eine Splittergranate am Gürtel des Mutanten. Er befeuert den Gürtel bis eine zweite Explosion den Supermutanten in zwei Hälften reißt. Schutt und Dreck fliegen Lynx um die Ohren. „Einen halben Meter dichter dran und ich hätte wohl was abbekommen“, denkt sich Lynx. „Puh! Heute ist echt nicht so mein Tag!“, sagt sich Lynx zu sich selbst als er sich an den LKW hochzieht und erstmal anlehnt.

Lynx bekommt kaum Luft und hält sich den Brustkorb. Blutiger Atem lässt Lynx schließen, dass seine Lunge beschädigt ist. „Wahrscheinlich steckt ‚ne Rippe drin“, murmelt Lynx ehe ein weiblich klingendes „Hallo? Ist da noch Jemand?“, aus dem Zelt zu hören ist. Lynx schleppt sich schwer atmend in das Zelt. Dort angekommen sieht er eine junge Frau. „Bitte! Hilf mir! Er hat mich gefesselt!“ Lynx setzt sich vor ihr: „Hör mal zu! Was hab ich davon? Du hast doch nichts bei dir!“, schnauft Lynx, der immer noch Probleme hat zu atmen. „Du kannst mich doch nicht einfach zurücklassen? Du kannst doch selber kaum noch laufen!“, bettelt die junge Frau um ihre Freiheit. „Du wirst hierbleiben müssen. Wenn ich dich losmache ist mir das Risiko zu hoch das du mich fertig machst!“, sagt Lynx. „Aber…aber…dann töte mich wenigstens. Ich bin hier schon 2 Wochen und musste zusehen wie die Mutanten meinen Freund verspeisten!“, wimmert die junge Frau mit tränenden Augen. Lynx richtet die Waffe auf den Kopf der jungen Frau, die sich gerade wegdreht und die Augen zukneift, und feuert.

Mit heftigen Schmerzen schleppt sich Lynx wieder zur Straße. Er überlegt, ob es nicht ein Fehler war die Frau zu erschießen. Schließlich könnte er wirklich Hilfe gebrauchen. Allerdings könnte Lynx sich nun wirklich nicht wehren wenn sie ihn attackiert hätte. Lynx blickt nach vorne. Verschwommen sieht er die lange Straße vor ihm, seine Ohren sind fast taub durch das Pfeifen nach den Explosionen der Mine und der Granate und die Waffe in seinen Händen kratzt mit dem Lauf schon auf dem Asphalt. Sekunden später sackt Lynx zusammen und wird ohnmächtig.
« Letzte Änderung: 17. September 2009, 13:32:19 von Lynx » Gespeichert

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